Kein noch so gutes Lehrbuch oder Video kann die Teilnahme an einem Kurs ersetzen!
"Obwohl nur etwa 25 Prozent aller Inline-Skate-Neulinge einen Kurs besuchen, ist er allen zu
empfehlen", sagt Bernd Schicker, Geschäftsführer des Deutschen Inline-Skater-Verbands. Firmen, wie beispielsweise Technica, Salomon und Rollerblade sowie Sport Scheck, empfehlen explizit
Veranstalter (wie z. B.: Skatescout) in ihrem Info-Material.
Bitte Skaten Sie immer in kompletter
Schutzausrüstung!
Auch wenn Sie schon jede Menge Skater ganz ohne jedlichen Schutz an den Händen oder am Knie
gesehen haben, lassen Sie sich nicht täuschen dass diese bereits gute Skater sein müssen. Ganz im Gegenteil, die meisten davon sind sich mangels Erfahrung nicht bewusst, wie schnell durch die
Unachtsamkeit eines anderen oder von sich selbst, schwerste Verletzungen die Folgen sein können.
Ein Formel1- Fahrer wie M. Schuhmacher, der zu den besten gehört, wird auch nie ohne alles überbietender Sicherheit ins Rennen gehen, obwohl er wirklich von sich
selbst behaupten könnte, "ich kann das, mir kann nichts passieren".
Als ehemaliger Bladeguard auf den Bladenights habe ich sehr viele auch schwerst Verletzte gesehen, diese aus Stürtzen ohne Schutzausrüstung resultierten, schon dies allein gibt mir Anlass, jeden
Skater von meinen Veranstaltungen auszuschließen, der ohne entsprechender Schutzausrüstung teilnehmen will.
In vielen Situationen werden Sie sich auf Grund getragener Schutzausrüstung sicherer fühlen und dadurch zum besseren Skater werden.
Die ersten Schritte auf den
Skates
Um den Körper auf die Bewegung einzustellen, beginnt jedes Training mit einem langsamen Start.
"Neue Inlineskates sollten eingelaufen werden", sagt Georg Ahlbäumer, Orthopäde der Klinik Gut in St. Moritz. "Für die ersten Gleitversuche auf
dem Skate eignet sich ein wenig befahrener Parkplatz", empfiehlt Bernhard Orthuber, bayerischer Vize-Meister über 5000 m - Speedskating "oder eine unbefahrene, gerade Strecke ohne Fußgänger."
Achten Sie darauf, dass Sie nicht in Rücklage geraten. Dazu empfiehlt es sich, tief in die Knie zu gehen und den Körper-Schwerpunkt nach vorne zu verlagern.
Balance ist
alles
Sicheres Skaten erfordert die Balance auf einem Skate bzw. den Kanteneinsatz auf der Innen-
und auf der Außenkante der Skates. Hier sind spielerische Übungen auf einem geraden Gelände eine willkommene Abwechslung. Ein Hockey-Spiel oder einfach nur ein lockeres Fangen-Spiel auf einem
abgesteckten Parcours zwingen immer wieder in die Kurve zu gehen.
Üben Sie das richtige
Fallen
"Beim Sturz sollten sich Skater zuerst auf die Knieschoner, dann auf die Ellenbogen und
zuletzt auf die Handgelenkschoner fallen lassen", empfiehlt Günther Kort. "Die Finger sollten dabei weit nach oben gestreckt werden." Wer sich nicht auf dem Asphalt Schürfwunden holen möchte,
kann sein Falltraining auch auf dem Rasen absolvieren.
Geschwindigkeit
kontrollieren
Wie so oft geht es beim Inline Skating um die Kontrolle der Geschwindigkeit. Sind wir erstmal
in Fahrt, helfen panikartige Bremsmanöver nicht weiter. Was uns beim Skaten hilft, ist der vorausschauende Blick, der den umliegenden Verkehr im Auge behält, um rechtzeitige Manöver einleiten zu
können.
Richtungswechsel vor
Bremsmanöver
Generell gilt Richtungswechsel vor dem Bremsmanöver. Doch auch ein Richtungswechsel fordert
einen sicheren Stand auf den Skates. Tief in die Hocke gehne, um das Hindernis drum herum rollen und weiter, wäre der Idealfall.
Sicheres bergab Schwingen oder Carven sind für den Richtungswechsel die beste Übungen!
Bremsstopper (Heelstop) der sichere
Rettungsanker
Der Bremsstopper ist für ein Bremsmanöver wie geschaffen. Ist das Körpergewicht auf em
richtigen Bein, kann der Bremsskate nach vorne geschoben werden. Verstärkt man den Druck auf den über die letzte Rolle nach hinten gekippten Sakte, verbessert sich die
Bremswirkung.
Dabei sollte Bremsen keine Glückssache sein. Obwohl das Fahren leicht zu erlernen ist, haben 16 Prozent der Hobbyskater - laut einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin - große
Probleme beim Bremsen. Sieben Prozent unter ihnen kommen überhaupt nicht richtig zum Stehen. Bei Anfängern ist der Bremsweg oft viel zu lang.
Beim
T-Stopp wird ein Fuß hinten quer gestellt. "Der Skater muss darauf achten, dass er die Ferse nach unten drückt, sonst kann es sein, dass
das Bremsbein wegrutscht."Diese Technik belastet jedoch nicht nur das Material, sondern auch die Knie.
Profis bevorzugen den Powerslide: Zuerst machen sie
eine halbe Drehung entgegen der Fahrtrichtung und bremsen dann mit dem gestreckten Bein. Zwar werden hier die Kniegelenke im Gegensatz zum T-Stopp geschont, die Rollen nützen sich allerdings
schnell ab.
Nicht zu empfehlen ist der Pflug, da das Sturz-Risiko zu hoch ist. Da der Bremsweg von Skatern
lang ist, können Fortgeschrittene in Gefahrensituationen mit dem so genannten Kanadierbogen Hindernissen ausweichen. Mit den Füßen - in Schrittstellung hintereinander - hat man schnell den Bogen
raus.
Einbein Gleiten ist das Geheimrezept für einen sicheren Stand
während jedem Bremsvorgangs!
Mit viel Spaß werden auch Sie diese und andere "Tipps und Tricks" (z. B.
zum Kurven, Übersetzen, Rückwärtsfahrt) die aus Ihnen einen besseren Skater machen, bei uns lernen.
Gesund trainieren
Am Effektivsten ist das Training, "wenn man sich mindestens drei Mal pro Woche für eine halbe
Stunde auf die Rollen wagt". "Anfänger sollten sich an die Belastung langsam herantasten." Dabei darf der Puls 130 Schläge pro Minute nicht übersteigen. "Die niedrige Belastungsintensität ist
besonders gesundheitsfördernd", sagt Klaus Pfeiffer, Sportwissenschaftler der Universität Magdeburg.
Warm-up - Cool-down
Gilt es, beim warm-up den Körper z. B. durch Hüftbeuger, auf die kommende Belastung vorzubereiten, so dient das Cool down der Beruhigung und Regeneration nach einer Belastung. Einfaches,
lockeres Auslaufen mit nachfolgendem Stetching erzielt die Wirkung, Kreislauf und Stoffwechsel "herunterzufahren".